Die Heldenreise: eine archetypische Erzählstruktur

Ich beschäftige mich gerade wieder mit Strukturen und Modellen, wie man Geschichten emotional erzählen kann. Schon meine Diplomarbeit habe ich ja zum Thema Drehbuch-Dramaturgie geschrieben; die Filmdramaturgie hat mich mein gesamtes Studium und die ersten Berufsjahre begleitet. Was habe ich nicht schon mit Drehbuchautoren und Produzenten aus Europa und Übersee über Pro und Contra Erzählmodelle debattiert, bei den éQuinoxe Workshops oft bis spät in die Nacht hinein und begleitet von Leidenschaft und vielen Flaschen Bordeaux. Von europäischen Independent-Autoren wird die Heldenreise ja oft spöttisch als „Hollywood-Schema“ abgetan. Dabei ist sie viel mehr (und viel weniger). Nämlich das: Weiterlesen

Visuelles Storytelling in Instagram und Snapchat

Zur Zeit beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema „Storytelling in sozialen Medien“. Hier kannst Du nachlesen, warum: mit einer Kollegin plane ich, unser fundiertes Wissen über „Storys“ und „Telling“ in sozialen Medien hilfreich aufzubereiten und anderen Interessierten in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen (Geduld, Geduld, bald verraten wir mehr). Denn überall wird zwar von Storytelling und Storys gefaselt, aber wie man FUNDIERT und nach allen Regeln der Kommunikationskunst für sein Anliegen oder sein Produkt ganz praktisch optimal zündende Geschichten baut, was dabei alles zu beachten ist, welche Formen es für „Storys“ in Social Media gibt und wie man sie ganz konkret optimal auf Kanal bringt, erfährt man nirgends. Weiterlesen

Storytelling in sozialen Medien: Buzzword, aber keiner weiß, was eine Story eigentlich ist

Storytelling ist ja seit einer Weile in aller Munde. Alle reden davon und schwärmen, wie toll Storytelling als Verkaufsstrategie für Produkte, Dienstleistungen und auch für Markenentwicklung funktioniert. Und es wird ja in der Unternehmenskommunikation auch schon aktiv betrieben. Besonders in den sozialen Medien gilt „Storytelling“ als DER Trend der Zeit. Klar, auf Plattformen wie Snapchat und Instagram funktioniert irgendwie alles über „Stories“ – zumindest heißt das schon überall so.

Das Problem: Alle gehen davon aus, dass jeder weiß, was Storys sind. Die Wahrheit aber ist: Kaum einer weiß, was eine gute Story eigentlich ist, wie „Storytelling in sozialen Medien“ funktioniert, wie man als Social Media Manager, Marketing-Verantwortlicher oder Online-Agentur-Mitarbeiter an Storytelling-Strategien rangeht, gute Strategien baut und sie clever einsetzt. Zusammen mit einer Kollegin wollen wir hier bald Abhilfe schaffen.

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Identität in der Kommunikation

Für meinen Roman interessiert mich der kommunikative Begriff von Identität. Wie kann’s auch anders sein, ich bin Kommunikationswissenschaftlerin.

Was also ist Identität in der Kommunikation?
Für meine Zwecke eignet sich hervorragend der Identitätsbegriff von Lothar Krappmann. Er beschreibt Identität als etwas, das erst durch den Gebrauch von Sprache entsteht. Erst in kommunikativen, sprachlichen Zusammenhängen bildet der Mensch temporär eine Identität aus. In unterschiedlichen kommunikativen Zusammenhängen entstehen auch bei einem Menschen unterschiedliche Identitäten. So können sich in einem Menschen, der sich in unterschiedlichen kommunikativen Kontexten bewegt, auch unterschiedliche Identitäten überlagern (meine Folgerung).

„Geht man von einer gelungenen Identitätsbildung aus, so ordnet das Individuum die gemachten Erfahrungen mit diversen Gesprächspartnern zu einer möglichst konsistenten Biographie, die ihm so beständigere Handlungsorientierungen schafft. Es entwickelt sich eine Identität, die sich von derjenigen anderer Menschen unterscheidet. Die Ausbildung einer individuellen Identität ist folglich das Ergebnis vieler Interaktionsprozesse, die miteinander verknüpft wurden und so ein beständigeres Bild von Identität vermitteln als die unabhängig nebeneinander stehenden einzelnen Ereignisse der Kommunikation.“ (Quelle: Wikipedia)

Danke, Lothar Krappmann, das ist genau, was ich brauchte!

 

Danke, Wolfgang, für „Tschick“. Verspäteter Abschied.

Ich habe gestern „Tschick“ zu Ende gelesen. Das Buch lag seit Jahren im Regal, aber immer war zuerst andere Lektüre dran. Wie dumm von mir. „Tschick“ ist seit DBC Pierres „Jesus von Texas“ eins der berührendsten Bücher, die ich gelesen habe. Voller Wärme und dabei so wahr und absurd, wie das Leben sein kann. Wie Brandenburg ist. Du bist leider nicht mehr unter uns, ich kann mich aber noch an das letzte Gespräch erinnern, das wir im nbi geführt haben. Da war „Tschick“ schon raus. Es war eine völlig verrückte Konversation über Hochstapler. Ich hatte ein Bier zu viel getrunken und erzählte Dir ausschweifend von meiner Reise unter falscher Identität nach Budapest. Du dagegen breitetest abgefahrene Theorien über Hochstapelei aus. Du hast irgendeine griechische Sage erwähnt, die in Deinen Augen eine Hochstapler-Geschichte ist. Wenn ich nur wüsste, welche das war, das würde mir gerade in diesen Tagen weiterhelfen. Und nun kann ich Dich nicht mehr fragen.

Seitdem ich erst jetzt Dein berühmtestes Buch gelesen habe, bin noch viel trauriger, dass es nie etwas Neues von Dir zu lesen geben wird. Genau so traurig wie bei Salinger. Danke für Dein großartiges Werk, Wolfgang, und ruhe in Frieden.

Transmedia Storytelling: Was ist das eigentlich?

Wer meine Website besucht und sich fragt: „Was ist eigentlich Transmedia Storytelling“?, der kann sich als erste Info diese knappe Einführung anschauen. Robert Pratten, einer der europäischen Transmedia-Frontmänner, erklärt seine Sicht auf Transmedia Storytelling, die ich im Großen und Ganzen teile. Ich würde Transmedia noch schärfer von Crossmedia abgrenzen. Aber das ist letztlich pillepalle; die Realität zeigt uns wie immer, dass das theoretische Einordnen und Abgrenzen von ihr selbst eingeholt und überschrieben wird.

(Die ersten 6 Teile der Reihe „Storytelling“ kenne ich nicht, ich nehme aber an, dass sie eher oberflächlich sind.)

Ich habe eine Website

Alle haben ja heutzutage eine Website. Als selbständige Autorin hört man es von allen Seiten: „Was, Du hast keine Website?!“ Nun ja, bisher bin ich ohne ausgekommen und ganz ehrlich: Ich fand es ganz angenehm, dass nicht jeder Mensch umfassende Informationen über mich finden kann. Aber natürlich leuchten mir die Pro-Argumente ein — also, kurz: Hier ist sie, meine Website! Ich lasse einmal die Korken knallen und stoße auf Dich an, virtuelle Ich-Präsenz!