12 von 12 im Juli 2018: 12 Story-Ideen von Katzenpfötchen bis hängende Zapfen

Zu meinen 12 Fotos vom 12. Juli 2018 erfinde ich wieder jeweils eine Story für einen Film, Roman oder für ein anderes Medium. Die Bilder sind am 12. Juli 2018 auf dem Land im nördlichen Brandenburg aufgenommen.

Eine Bitte an die Leser: Da ich Google Analytics nicht nutze, freue ich mich, wenn Ihr kurz kommentiert (Euer Name reicht aus, oder die Idee, die Euch am besten gefallen hat :), denn so sehe ich, ob das hier überhaupt jemand liest. Ich mache das ja hauptsächlich zu meinem eigenen Vergnügen, aber freue mich sehr, wenn ich mal eine Rückmeldung erhalte. Danke!!!

Fotos 1 und 2: Ach du dickes Eiderdau! // Skurrile Familienkomödie, Kino-Spielfilm, ca. 90 min.

Die beiden Fotos zeigen die Spiegeleier für unsere Kinder, die jeweils nur Eiweiß bzw. Eigelb mögen. Deswegen braten wir ihnen die Eier getrennt. Oh yeah.

Die Story dazu: Die Familienkomödie „Ach du dickes Eiderdau“ porträtiert das chaotische Leben der Familie Eiderdau aus Berlin-Wedding: Altbauwohnung, alternative Lebensweise, wenig Geld, und eigentlich würde man lieber auf dem Land leben – aber dazu fehlen Geld, Konzept und Kraft, das umzusetzen. Mutter Theresa (so wird sie auch von den Kindern genannt…) bloggt mehr schlecht als recht über das biologische, plastikfreie und nachhaltige Familienleben, Vater Matthias arbeitet als Produktmanager für die Online-Bewertungs-Plattform idealo.de (und er hasst es). In der Familie wird versucht, Rücksicht auf die Bedürfnisse aller zu nehmen. Hier herrscht zwar viel Liebe und Wärme, aber es geht auch extrem drunter und drüber und oft sehr emotional zu. Als ein bis dato unbekannter, aber stinkreicher Onkel aus Amerika (oh ja, was für ein Klischee, darüber lachen Theresa und Matthias erst sehr) für sechs Wochen zu Besuch kommt, läuft alles aus dem Ruder. Der Film beginnt mit einer Frühstücksszene: Es gibt Riesen-Stress am Frühstückstisch, weil Kind 1 nur Eiweiß, Kind 2 nur Eigelb mag und sie es nicht hinkriegen, die Kinder zufrieden stellend mit Ei zu versorgen.

Natürlich endet zum Schluss alles gut – der Onkel lernt seine Familie Eiderdau wahnsinnig lieben und schenkt ihnen ein Haus auf dem Land, wo sie endlich Hühner halten und sich alle so ausleben dürfen, wie sie es wünschen.

In der letzten Szene werden wieder Spiegeleier (jetzt von den eigenen Hühnern) gebraten: Die Familie hatte die glorreiche Idee, die Eier vor dem Braten zu trennen. So bekommt Kind 1 nur einen Spiegel Eiweiß und Kind 2 ein Trio aus Eigelben. Ende gut, alles gut. Wenn auch skurril.

Foto 3: Katzenpfötchen // Liebesfilm, 80 min, für Online-Vertrieb

In einer Regenpause machten wir heute einen Spaziergang durch Wald und Wiesen. Auf diesem Spaziergang sind alle übrigen Bilder des Tages entstanden, u.a. dieses Foto eines Rainfarns, oder umgangssprachlich „Katzenpfötchen“.

Die Story dazu: Linda ist 45 Jahre alt, lebt in einer unauffälligen Wohnung in Wuppertal und wurde soeben von ihrem langjährigen Freund verlassen. Eigentlich ist es eine Erleichterung, denn der Mann ging ihr schon eine Weile auf die Nerven bzw. langweilte sie zu Tode. Und im Bett war es auch nie der Knaller. In dem Film geht es um Lindas Aufbruch in ein erfülltes (Liebes-)Leben inmitten der Midlife-Crisis.

Linda liebt Blumen und Katzen (und sie guckt wie verrückt Cat Content). Es war schon immer ihr Traum, mit Blumendekorationen Geld zu verdienen und viele, viele Katzen zu haben. Doch sie hat leider eine Katzenallergie. Durch einen Zufall kommt sie ausgerechnet durch die Trennung von ihrem Freund an ein verfallenes Haus auf dem Land und beschließt, hier ein neues Leben zu beginnen.

Kurz: Sie baut sich mit Hilfe von Instagram und WordPress ein Leben als Style-Bloggerin für moderne Blumendekorationen auf und setzt das verfallene Landhaus instand. Die Blumen pflanzt sie auf ihrem neuen Grundstück an oder findet sie, wie diese Katzenpfötchen, in der Natur. Und natürlich kommt wie auf Katzenpfötchen auch eine neue Liebe in ihr Leben: Ausgerechnet der Klempner aus der Kreisstadt, der alltäglich in der Scheiße kniet und „Rohre verlegt“ (haha!), wächst ihr mehr und mehr ans Herz. Und er kann etwas, was sie ganz besonders liebt: seine Hände wie zarte Katzenpfötchen auf ihrer Haut entlangstreichen zu lassen….

Foto 4: Das Wehr // Psychothriller (Roman), ca. 350 Seiten.

Foto beim heutigen Spaziergang aufgenommen.

Die Story dazu: An diesem Wehr in the middle of nowhere wird eine Leiche gefunden, die hier auf gruselige Weise ums Leben gekommen ist: In einen Sack geschnürt wurde sie kopfüber so ins Wasser gehängt, dass sie langsam und qualvoll ertrinken musste. Wie es Kommissar Feister gelingt, mit Hilfe der schwer durchschaubaren Anwohnerin Petra Marklewicz dem Täter auf die Spur zu kommen, davon und von Traumata aus DDR-Zeiten handelt dieser Psychothriller.

Dabei fungiert das Wehr als Metapher für die Schutzmechanismen, die Menschen sich aufgrund von Verletzungen psychisch zulegen.

Foto 5: Unser täglich Fleisch // Dokumentarfilm über nachhaltige Viehwirtschaft, 45 min.

Foto beim heutigen Spaziergang aufgenommen, direkt neben dem Wehr.

In dem Dokumentarfilm werden Möglichkeiten nachhaltiger, fairer und ökologischer Viehwirtschaft aufgezeigt, mit vielen herausragenden Beispielen, die wirtschaftlich funktionieren.

Foto 6: Der Förster vom Fichtenwald // Heimatfilm-Satire, 80 min.

Prächtige Fichtenzapfen. Leider hängen sie immer. Höhö.

Foto beim heutigen Spaziergang aufgenommen.

Die Story dazu: In diesem satirischen Film wird das Genre der Heimatfilme  und -romane aufs Korn genommen. In einer Szene erklärt der männliche Hauptdarsteller, Förster Fichtner, 45, dem weiblichen Objekt der Begierde, Sarah Scheidner, 30, dass die Zapfen von Tannen immer aufrecht stehen und nie herunter fallen, die Zapfen der Fichten aber hängen und nach dem Winter abfallen.

Foto 7: EDISON // Strategie-Konsolenspiel 

Foto beim heutigen Spaziergang aufgenommen.

Die Story dazu: In diesem Computerspiel muss der Spieler die technische, besonders die elektronische Infrastruktur einer neuen Stadt planen und umsetzen. Der Clou an diesem Spiel ist es, dass persönliche Storys, Bedürfnisse und Befindlichkeiten von verschiedenen Akteuren herausgefunden und berücksichtigt werden müssen. Mehrere clevere Lösungen sind möglich. Dabei kann der Spieler sich seine Rolle im Spiel aussuchen: Energie-UnternehmerIn, AnwohnerIn, Umwelt-AktivistIn, PolitikerIn, Kind. So ist auch ein interaktives Rollenspiel möglich.

Foto 8 bis 10: Das Gehöft // Psycho-Thriller mit Horror-Elementen (Roman, ca. 500 Seiten)

Fotos beim heutigen Spaziergang aufgenommen, rund um ein verfallenes Gehöft.

Die Story dazu: Alle fängt natürlich ganz idyllisch an. Eine Gruppe junger Leute kauft für einen Appel und ein Ei dieses verfallene Gehöft auf dem Land, irgendwo zwischen Wald und Wiesen. Nachbarn gibt es natürlich keine. Sie wollen dort eine Kommune gründen und nachhaltig leben – aus Eigenversorgung mit Früchten, Gemüse und Fleisch, mit Wasser und Strom vom eigenen Grundstück (Solaranlage, Kleinwindkraftanlage, Tiefbrunnen, Bio-Kläranlage).

Aber natürlich hat das Gehöft eine gruselige Vergangenheit auf mehreren Ebenen (DDR, zweiter Weltkrieg, Nazizeit, Preußen). Man hört Geräusche, eine sensible Kommunardin hat seltsame Visionen, und plötzlich liegen Dinge anders als sie hingelegt wurden. Langsam beginnt das Grauen Einzug in die zunächst relativ glückliche Gemeinschaft zu halten. Nach und nach zersetzt sich das Vertrauen und die Beziehungen der Menschen untereinander und zueinander. Missgunst, Argwohn, Neid und Verdacht keimen auf.

Gleichzeitig mit den gruseligen Vorkommnissen müssen die aufgeklärten, idealistischen junge Leute sich fragen, wie ernst es ihnen mit dem ökologischen Vorbild-Leben eigentlich ist, wie pazifistisch sie wirklich sind und wie weit es bei ihnen mit der Menschenliebe bestellt ist, wenn das eigenen Leben, die eigenen Träume und die große Liebe auf dem Spiel stehen…. Mehr noch als auf äußere Horror-Effekte setzt der Roman auf die moralischen Fragen jedes Einzelnen nach dem „richtigen Leben im Falschen“.

Foto 11: Soldatenspiele // Actiondrama (Kinospielfilm), 90 min

Foto beim heutigen Spaziergang aufgenommen, im Wald.

Die Story dazu: In diesem rasanten Actiondrama mit vielen spektakulären Kampfszenen geht es um Nicolas, einen zunächst wenig motivierten jungen Mann in der Grundausbildung der Bundeswehr. Eigentlich wollte er lieber Bundesfreiwilligendienst in einer sozialen Einrichtung machen, aber das ist aufgrund eines administrativen Fehlers schief gegangen, und er musste ungewollt seinen Dienst bei der Bundeswehr antreten. Nicolas ist eigentlich ein autonomer Hacker (was natürlich niemand in der Bundeswehr weiß), der in seiner „Freizeit“ einen spektakulären Hack auf den Bundesnachrichtendienst plant. Bei einem Übungsspiel im Training deutet er einen Hinweis zu einem Posten („49A“) falsch und gelangt dadurch unabsichtlich in eine geheime Forschungseinrichtung der Bundeswehr mitten im Wald…. nur durch seine Hacker-Kenntnisse und die Hilfe einer alten Freundin aus Schulzeiten gelingt es ihm, seine Haut zu retten und das Land vor großem Schaden zu bewahren. Sehr actionreich, aber mit intellektuellem Antiheld.

Foto 12: Drachenflug ins Märchenland // Verfilmung des Klassikers von Elsa Beskow, Kinderfilm, 75 min

Foto beim heutigen Spaziergang aufgenommen, am Waldrand.

Die Story dazu: Story nicht von mir, aber das Bild passt wie angegossen: In Elsa Beskows Erzählung „Drachenflug ins Märchenland“ fliegen die Kinder Kaj und Kajsa mit einem Drachen aus einem alten Baumstamm ins Märchenland und erleben mit dem alten Holzdrachen allerlei Abenteuer. Dieser Baumstamm sieht fast genau so aus wie der Drache im Bilderbuch.

Bitte gern kurz kommentieren, damit ich weiß, ob das überhaupt jemand liest.
Dankeschön!!
Maike

Viele andere 12 von 12s findet Ihr bei Caro von „Draußen nur Kännchen“. 

Leider kann man diesen Monat sein 12 von 12 nicht bei Caro verlinken, weil sie überraschend ins Krankenhaus musste und deshalb ihr 12 von 12 zum ersten Mal seit 12 Jahren ausfällt.

 

 

 

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