30 Bilder vom Mai 2017 (Foto-Rückschau des Monats)

Bis Mitte Mai war es kalt und regnerisch. Erst im letzten Drittel des Monats brachen Sonne und Wärme durch, dafür umso prächtiger und wunderbarer. Es war ein toller Monat mit Reisen (u.a. nach Schweden) und privaten Ausflügen an wunderschöne Seen und andere Gewässer. Beruflich bahnt sich Neues an, das mich sehr begeistert.
Hier meine 30 Bilder vom Mai 2017:
 Foto 1: Bei unseren Künstlerfreunden beim Offenen Atelier in Wandlitz/Basdorf

Die Kinder sind am 6. Mai beide auf einem Geburtstag eingeladen. Der Mann und ich nutzen die kinderlose Gelegenheit und fahren anlässlich der Offenen Ateliers Wandlitz unsere Freunde in Basdorf besuchen, die beide Künstler sind. Hier waren wir letztes Jahr im August zum Sommerfest und durften in dem tollen Bauwagen auf dem Grundstück schlafen, in dem es nach Honig roch.

Foto 2: Holgers Kunst

Unser Freund Holger Lippmann macht genialste Skulpturen und Bilder, die eine Mischung aus digital und analog sind. Alle Kunstwerke werden am Rechner erstellt. Das heißt, alles ist ein Ergebnis von Code, den Holger selbst geschrieben hat. Nach der digitalen Erstellung druckt er seine Werke hochwertigst aus – sogar die dreidimensionalen Skulpturen. Dafür nutzt er einen 3D-Drucker. Manche der mehrfach in sich durch Code gedrehten Skulpturen gießt er dann noch in Bronze (siehe Foto 2), die er dann wieder bearbeitet. Geil, ich würde ihm am liebsten alles abkaufen.

Foto 3: Blumenpresse basteln

Ich bastele mit den Kindern in einer größeren Aktion (3 Tage!) Blumenpressen. Don’t ask. Hier habe ich das Ereignis auf Hans Natur verbloggt.

Foto 4: Junge Liebe

Auf dem Rückweg von Basdorf fahren wir an diesem wundervollen Motiv vorbei. Ich bitte meinen Mann anzuhalten, damit ich das süße junge Pärchen an diesem tollen Ort fotografieren kann.

Foto 5: Junges Leben

Das Baby, bei dessen Geburt ich im April helfen durfte, ist jetzt schon so groß und so süß. Es darf fast rund um die Uhr bei Mama andere Brust liegen.

Foto 6: Endlich Sonne

Zum gefühlt ersten Mal seit Monaten kommt am 11. Mai die Sonne raus, so dass ich eine gerade fertig gestellte Puppe draußen auf der blühenden Wiese fotografieren kann.

Foto 7: Alle wollen Eis

OMG, typisch Berlin-Mitte: Gewimmel vor dem Eisladen in der Brunnenstraße / Ecke Invalidenstraße an einem der ersten warmen Nachmittage. Auch Berlin-Mitte ist ein Dorf: Wir treffen gleich zwei Bekannte in der Schlange.

Foto 8: Es grünt so grün

Was ich sehe, wenn ich vor die Haustür trete. Ich liebe unser grünes Idyll im Berliner Zentrum.

Foto 9: Arbeiten auf der Terrasse

Es ist noch ein bisschen kalt, aber ich arbeite am 12. Mai trotzdem schon eine Weile draußen auf der Gartenterrasse (Foto für mein 12 von 12 im Mai 2017).

Foto 10: Feldberger Seenlandschaft

Unser Familientreffen findet im idyllischen Reinhard-Barby-Haus in der Nähe von Feldberg im südlichen Mecklenburg-Vorpommern statt. Der Bootssteg direkt unter dem Haus ist wundervoll.

Foto 11: Der Mann mit dem Plastik-Dildo

Welche Story stimmt:

Version 1: Wir sind im Park picknicken und stoßen mit Freunden auf unser neu erworbenes Landhaus an. Da nähert sich unserer Gruppe ein verwirrter älterer Mann im roten Pulli, der ein leeres Bierglas und einen Plastik-Dildo in der Hand hat. Er erzählt, er hätte „dieses Plastik-Teil gefunden“, was er jetzt damit machen solle. Mein Mann nimmt dem Mann erstmal das Glas ab und versucht, dem Mann zu helfen. Nach einiger Zeit stellt sich heraus, dass der Mann Diabetiker ist und gerade einen sehr (sehr!) niedrigen Blutzucker hat. Der „Dildo“ war sein Notfall-Case, in dem er Traubenzucker für solche Notfälle aufbewahrt. Eigentlich wollte der Mann nur um Hilfe bitten, weil er wegen des Unterzuckers sein Notfall-Case nicht mehr aufbekam, aber schaffte das wegen seines niedrigen Blutzuckers nicht mehr mit klaren Worten. Als er fast zusammensackt, rufen wir den Notarzt, der kommt, hilft dem Mann und klärt uns über die Ursache des seltsamen Verhaltens auf.

Version 2: Der Vater unserer Sandkastenfreunde möchte sich mit Autan gegen die Mücken schützen, die uns aggressiv umkreisen. Mit seinem Glas in der Hand bekommt er aber die Flasche nicht auf. Mein Mann nimmt ihm das Glas ab, damit er die Autan-Flasche mit dem roten Deckel besser öffnen kann.

Haha, ja.

Foto 12: Junger Mann hat großen Hunger

Welche Story stimmt:

Version 1: Mein ältester Freund Christoph (ganz vorne rechts im Bild), mit dem ich schon im Sandkasten saß, als ich noch kein Jahr alt war, ist bekannt für seinen großen Appetit. Beim Treffen unserer Familien wird am Abend gegrillt. Christoph kann nicht genug bekommen: er hat schon vier Würste auf dem Teller, klaut sich aber noch eine fünfte vom Teller der Fotografin. Ja, GROSSER APPETIT.

Version 2: Mein Sandkastenfreund Christoph, Oberarzt an der Charité Berlin, hat gegrillt und verteilt jetzt die Würste auf die Teller der hungrigen Meute. Die Fotografin bekommt auch eine ab.

Haha, ja.

Foto 13: Nachts unten am See

Mein Mann und ich gehen nach dem üppigen Mahl noch bei Nacht runter zum See. Dort blinken Lichter vom gegenüber liegenden Ufer, aus dem Schilf quaken die Enten, und still liegt da das Boot. Es fühlt sich an wie bei Matthias Claudius.

Foto 14: Morgens früh unten am See

Am nächsten Morgen ist die Stimmung rein und still. Noch immer liegt da das Boot. Zarter Dunst steigt über dem See auf und wird im Laufe des Tages am stahlblauen Himmel kleine Sommerwölkchen bilden.

Foto 15: Tautropfen

Der Morgentau liegt auf den frischen grünen Blättern.

Foto 16: Maiwald

So blinkt und glitzert die kräftige Frühlings-Morgensonne durch den maigrün belaubten Wald.

Foto 17: Haubentaucher

Wir paddeln mit dem Kanadier über den See und bestaunen die prächtigen Villen am Seeufer von Feldberg. Mit uns sehen der Villa ganz unbeeindruckt entgegen: Zwei Haubentaucher, die jeweils ein Küken auf dem Rücken tragen.

Foto 18: Schweden bei trübem Wetter

So, und das ist jetzt Schweden. Um ein berufliches Projekt mit einer Freundin und Kollegin zu besprechen, fahre ich nach Schweden aufs Land bei Örebro, wo die Freundin seit ein paar Jahren wohnt. Leider ist das Wetter bescheiden: eigentlich regnet es die ganze Zeit. Dabei wollten wir beim Arbeiten doch in der Sonne auf der Terrasse sitzen oder sogar am See. So bringe ich nicht viele „typische Bilder“ aus Schweden mit, weil wir fast nur drin sind.

Foto 19: Morsche Brücke

Diese malerisch morsche Brücke befindet sich auf dem Grundstück meiner Freundin. Mir fällt sofort die Epoche der Romantik ein und die Doppeldeutigkeit des Wortes „modern“.

Foto 20: Kleiner Wukensee bei Biesenthal

Nach einer prall gefüllten Arbeitswoche machen wir mit Freunden am Sonntag, den 21. Mai einen Ausflug zu einem Reiterhof, wo wir zwei Ponys für einen berittenen Wald-Spaziergang ausleihen. Danach gibt es ein Picknick am Kleinen Wukensee, wo die Leute trotz kalten Wassers schon eifrig schwimmen. Hach, die Brandenburger Seen.

Foto 21: Porträt einer Brillenverkäuferin

Ich suche ja immer noch nach einer Brille. Bei Ace & Tate in der Alten Schönhauser Straße probiere ich mehrere Modelle an. Diese Verkäuferin fällt mir aufgrund ihres schlanken Wuchses, ihrer geschmeidigen Bewegungen und ihres glänzenden schwarzen Seidenkleids auf. Ihre Brille passt hervorragend zu ihr und ihrem Outfit. Doch mir steht diese Brille leider gar nicht, dabei hatte ich sie mir schon ausgeguckt.

Foto 22: After Eight für Arme

Auf die Idee kam die große Tochter: Pfefferminzblätter mit Schokolade zu bestreichen, damit es schmeckt wie After Eight. Ganz ehrlich: Schmeckt bescheiden. After Eight ist um Längen besser.

Foto 23: Topfen

Nicht der österreichische Quark ist gemeint. Sondern: Ich kaufe haufenweise Blumen und Pflanzen bei unserer Gärtnerei am Mauerpark,  pflanze sie in die Erde unseres Gärtchens und topfe sie in Blumenkübel für die Terrasse ein.

Foto 24: Am Stettiner Haff

Welche Story stimmt: 

Story 1: Am Vorabend hat hier eine Party stattgefunden. Die Stehtische wurden bei Ebbe aufgestellt; nun hat die Flut den gestern noch festen Boden überschwemmt.

Story 2: Heute Abend wird hier eine Biker-Party stattfinden. Die Stehtische wurden absichtlich in dem flachen Wasser in Ufernähe aufgestellt, damit die Gäste sich bei einem kühlen Getränk auch die heißen Füße kühlen können.

Tja, was stimmt?

Foto 25: Stettiner Haff II

Ein herrliches Fleckchen Erde, das Stettiner Haff bei Altwarp. Das Wasser ist noch hunderte Meter vom Ufer entfernt so flach, dass die Angler da draußen immer noch im Wasser waten können.

Foto 26: Unser Landhaus versinkt in üppigem Grün

Wir sind so glücklich, dieses wundervolle Landhaus mitten im Grünen gefunden zu haben. Da fehlen mir echt die Worte. Und seitdem eine Freundin dementsprechend auf Facebook kommentiert hat, hat das Haus nun seinen Namen weg: Panama. Das passt! Es windet sich sogar ein kleiner Fluss nicht weit entfernt hinter dem Haus.

Foto 27: Grüner Gast

Auf dem Grundstück unseres Landhauses leben auch Eidechsen. Man bekommt sie zu Gesicht, wenn man ganz leise ist.

Foto 28: Frühlings-Wiese

Nochmal Natur, diesmal eine Frühlings-Wiese mit vielen gelben Blumen in der Nähe des Erlenbruchs beim Briesesee (Ausflug mit Freundin Eva Gronbach und Kindern am 28. Mai).

Foto 29: Junge mit Buch

Diesen Junge kommt mit seinem Buch aus dem Wohnhaus gegenüber vom Spielplatz und macht es sich zum Lesen auf der Bank bequem. Er liest und liest und liest und liest. Da sage noch einer, die Kinder hingen nur am Smartphone und gingen nicht mehr raus.

Foto 30: Grüne Erdbeeren

Foto vom 31.5.: Heute fahre ich für 11 Tage weg und unsere Erdbeeren sind kurz vor der Reife. Sie werden rot und süß, wenn wir weg sind und wahrscheinlich von den Schnecken gefressen. Finde ich aber nicht so schlimm.

Folgende Ereignisse und Einsichten prägten den Monat Mai 2017:
– Besuch bei unseren Freunden in Basdorf bei Wandlitz zum Offenen Atelier.
– Wir kaufen uns eine Tierpark-Jahreskarte und gehen zwei Mal hin.
– wunderbares, lustiges Familientreffen in Feldberg/Uckermark mit meinen Geschwistern, unseren Sandkasten-Freunden sowie unseren und deren Eltern
– Ausflug mit Freunden nach Biesenthal zum Ponyreiten und Picknicken am See
– Kurzreise nach Schweden aufs Land zu meiner Freundin und Kollegin zum Aushecken eines Storytelling-Konzeptes
– viel Input, Recherche und Inspiration zum Thema Storytelling (und rauchende Köpfe)
– Ausflug zu unserem im April erworbenen Landhaus, das jetzt schon im sommerlichen Grün versinkt – und zum Abschiednehmen von den Noch-Bewohnern, die im Juni nach Sizilien auswandern
– Ausflug an den Briesesee zum Baden
– Puppenkurs „Landpartie“ zum Vergnügen und Wiedersehen mit lieben Freundinnen, organisiert von den Puppenmacherinnen Laura von 1000 Rehe und Maria von Mariengold
– Unser Berliner Gärtchen grünt und blüht und wird von mir fleißig beackert und bepflanzt
– Endlich wieder draußen auf der Terrasse essen und arbeiten!
– Endlich wieder mit dem Fahrrad zur Schule und Kindergarten

Einsichten

– Es ist niemals alles sicher. Durch einen Wimpernschlag kann ganz schnell alles zusammenbrechen.
– Warte nicht darauf, bis Dir jemand etwas Dir Unverständliches erklärt, wenn Du niemanden findest, der es Dir so erklären kann, wie Du es Dir wünschst. Finde und gib Dir die Antwort selbst. Und teile sie mit anderen.
– Deine Kinder zeigen Dir den Weg zu Dir selbst und Deiner Geschichte.

Konsumierte Medien im Mai 2017 (Auswahl):
– die letzte Staffel von „Mad Men“ auf Netflix (sorry, das Ende finde ich total lahm – für Don Draper hätte ich mir etwas Kraftvolleres gewünscht als den legendären Coca-Cola-Spot und diffuse spirituelle Einsichten. Und für Peggy auch.)
– arte.tv
– Gary Vaynerchuk: Storytelling in sozialen Medien (schwaches Buch, steht nix Neues drin, US-amerikanisches Blabla, kann man sich schenken)
– Pia Kleine Wieskamp: Storytelling – digital, multimedial, sozial (bemüht facettenreich und „mit Definitionen“, jedoch nicht bahnbrechend. Ganz nett: ich bin darin namentlich als Co-Autorin des Transmedia-Manifestes erwähnt).

Das erwartet mich im Juni:

– Landpartie (Puppenkurs) in Wiesenburg/Mark Brandenburg südwestlich von Berlin
– Pfingstferien bei den Schwiegereltern im Spreewald und meiner Mutter in Stuttgart
– viel Arbeit und neue Projekte, auf die ich mich freue
– Sommerfest und viele Termine an der Schule und im Kindergarten
– Die Vor-Besitzer unseres Landhauses ziehen am 19. Juni aus und wandern aus nach Sizilien, so dass das Haus so richtig unseres wird: erstes Mal im Landhaus schlafen und aufwachen!

 Der Juni kann kommen!

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