Foto-Rückschau des Monats: 30 Bilder vom April 2017

Heute meine neue Foto-Rückschau des Monats. Der April 2017 war kalt und regnerisch. Die Temperaturen lagen um die 5-10°C maximal, es war bis auf zwei Tage Sonne immer bewölkt, und es regnete und hagelte ganz aprilwetterisch viel. Das hat mich viel stärker genervt als ich zugeben möchte.

Hier meine 30 Bilder vom April 2017:
Foto 1: Der Erlenbruch beim Briesesee

Eins unserer Lieblings-Ausflugsziele im Berliner Umland: Der Briesesee und der tolle Wanderpfad dort. Hier gammeln alte Baumstämme im Wasser und spiegeln Vergänglichkeit. Weil es so kalt, unbelaubt und wolkig ist, fühlt sich der Tag wie ein trüber Herbsttag an.

Foto 2: Kunstvoll verzierte Ostereier

Die Erzieherin im Hort hat diese herrlichen Ostereier mit ukrainischer Wachs-Technik verziert und zeigt einer tapferen Gruppe Eltern, wie das geht. Gar nicht so einfach. Mein Ei sah nicht so toll aus wie die auf dem Foto.

Foto 3: Handwerkeleien

Wir bauen endlich das schon seit fast einem Jahr geplante Familienbett, das ganze drei Meter breit wird. Ich bin durchaus auch für männlich assoziierte, gröbere handwerkliche Arbeiten zu haben. Ich bin bei uns auch diejenige, die Konstrukt und Maße präzise berechnet.

Foto 4: Reflexionen

Das Sonnenlicht zeichnet an einem der zwei warmen Tage des Monats eine Reflexion des Wasserglases auf den Terrassentisch. Ich mache ein Foto, weil der Mann für sein Zeichenprojekt immer auf der Suche nach interessanten organischen Mustern ist. Ich erkenne auch etwas Lebendiges in der Form. Der Geist schaut allerdings etwas verknatscht aus.

Foto 5: Die Jugend von heute I

Ein kurzer Ausflug zum Mauerpark um die Ecke beruhigt mich: Wir wohnen immer noch mittendrin in Berlin. Dort, wo zumindest sonntags Leben kocht und die Trends von morgen unterwegs sind. Diese junge Dame erscheint mir typisch für ihre Generation: Mit Handgepäck-Trolley („Koffer“ sagt die Generation EasyJet ja nicht mehr), schwarzer Retro-Kluft („Boyfriend-Shirt“) und natürlich Handy. Immer in Kommunikation.

Foto 6: Die Jugend von heute II

Niemals in die Augen gucken lassen, immer schön alles zurück reflektieren, nicht wahr?

Foto 7: Die Jugend von heute III

Geige spielen geht auch noch.

Foto 8: Serielle Struktur

Serielle Strukturen gefallen mir. Zum Beispiel diese Wohnhäuser in der Wolliner Straße links vom Mauerpark. Die Fassade wirkt trotz Serienmäßigkeit nicht langweilig. Das ist den nicht durchgehend rechtwinkligen Strukturen geschuldet.

Foto 9: Retro-Stolz

Die Besitzerin dieses Autos lässt sich stolz mit ihrem Gefährt ablichten. Sie erzählt, dass sie das Auto nach langer Suche in den Niederlanden gekauft hat. Sie und ihr Partner hegen und pflegen ihren Schatz liebevoll.

Foto 10: Lans

In meiner Jugend hießen Cliquen türkischstämmiger Jungs „Lans“. Wie diese in unserer Nachbarschaft sich heute nennen, weiß ich nicht; es sind ja auch nicht zwangsläufig türkischstämmige Jungs. Ich muss mal fragen.

Foto 11: Regentropfen

Regentropfen vor unserem Küchenfenster. Symbolisch für das Wetter des Monats.

Foto 12: Drei Helfer, eine Reiterin

Oh je. Die armen Ponys, denkt man. Aber geht es ihnen wirklich schlecht? Tierhaltung, besonders auf Jahrmärkten, wird doch heutzutage scharf überwacht, oder nicht? Viele Dinge kann man als Laie nicht mehr beurteilen.

Foto 13: Vier Augenpaare

Auf dem Berliner Frühlingsfest begegnen wir dieser top frisierten Dame, die dem Gruselkabinett der Geisterbahn entsprungen zu sein scheint. (Mehr Figuren vom Frühlingsfest findet Ihr hier, bei meinen 12 von 12 vom April 2017).

Foto 14: Hinein in die Höhle des Löwen

Die „Wilde Maus“ rast in den Rachen der Katze und kann rein gar nichts dagegen tun. So fühle ich mich manchmal angesichts der globalen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen.

— Ab hier beginnt meine kleine Brandenburg-Dokumentation, namentlich Bilder aus dem Spreewald, wo wir Ostern und die Tage danach verbracht haben. —
Foto 15: Spreewald-Idylle

Kind pflückt Blumen vor typisch Spreewälder Holzhaus in Burg.

Foto 16: Aggression

Beim großen Osterfeuer in Burg hat jemand nicht so gute Laune.

Foto 17:  Dekoration

In vielen Spreewälder Gasthöfen wird mit viel „Liebe“ üppig „dekoriert“ (hier: Gasthof Sensenschmiede in Klein Radden/Spreewald). Aua…

Foto 18: Tradition

Beim Zerkwitzer Osterreiten kleiden sich manche Leute in traditioneller Spreewälder Tracht (hier: in Klein Radden).

19. Sich kümmern

Eine Anwohnerin gießt die Blumen am Haus aus einem Wassereimer (in Lübben/Spreewald). Hier wird nix verschwendet.

20. Soldatische Tradition

Die Tradition in Lübben ist preußisch-soldatisch, Ordnung spielt eine große Rolle. Da stehen sogar die Tulpen stramm.

21. Es gibt sie noch…

… die guten alten DDR-Garagen. Ich mag sie. (Hier in Lübben-West).

Foto 22. Mit dem Fahrrad unterwegs

Bei unseren Spaziergängen begegnen wir stets älteren Fahrradfahrern, die immer recht langsam-gemütlich dahinrollen. Oft sind sie aber trotzdem nicht entspannt. Wie diese Dame hier.

— Hier endet die kleine Brandenburg-Doku und wir sind wieder in Berlin. —
Foto 23: Manche Symbole haben in anderen Kulturen eine andere Bedeutung

Namentlich das asiatische Sonnenrad, das über dem dicken Buddha im asiatischen Imbiss in der Rosenthaler Straße blinkt. Im Hinduismus und Buddhismus wird dieses Zeichen als religiöses Glückssymbol verwendet.

 Foto 24: Wir haben Immobilien-Glück

Letzten Monat bin ich noch depressiv herum gelaufen und habe geunkt, es sei unmöglich, ein Landhaus zu finden, das unsere Kriterien erfüllt (im Klartext: günstig, nicht zu ruinös und in der Natur gelegen). Und nun ist alles viel schneller gegangen als erwartet. Ein Zufall hat uns im Nullkommanichts dieses wunderschöne Haus mit Natur- und Wildpflanzengarten beschert, das auf einem riesigen Grundstück mitten zwischen Wald und Wiesen liegt. Kein Dorf, keine Nachbarn mit Deutschlandflagge, nur Natur! Wir sind überglücklich und können es kaum erwarten, ab Juli unsere Wochenenden und Ferien hier zu verbringen. Das Schönste: Es gibt auch Platz für Freunde. Bis zu 6 Personen sollen im zweiten Dachzimmer in modularen Betten Unterschlupf finden, die man auch zu einem Familienbett zusammenstellen kann. Bald ist es unsers!

Foto 25: Unser Grundstück

Dieser waldähnliche Teil gehört auch noch zu unserem Grundstück, auch das kleine Gewächshaus. Hier wollen wir Tomaten und Paprika setzen, wie es unsere Vorbesitzerin auch getan hat.

Foto 26: Reinickendorf I: Ordnung auf dem Balkon

Kleiner Ausflug nach Reinickendorf mit meinem jüngeren Bruder und der großen Tochter. Auch hier sind Ordnung und Blumenpflege von Bedeutung, und wenn der Balkon noch so klein ist.

Foto 27: Reinickendorf IV – Der Schäfersee

Sieht ja ganz idyllisch aus, der Schäfersee Ende April.

Foto 28: Reinickendorf – Gardinenhaus Rybicki

Echt Berliner Stil: Ein Gardinenhaus! Dass es das noch gibt! Diese Auslage – herrlich.

Foto 29: Uhr am Tierpark

Nach einem Besuch im Tierpark (für Nichtkenner: in Ostberlin/Lichtenberg; das ist der schönere, größere und naturnähere Zoo von Berlin!) entdeckt die Tochter diese Uhr, denn sie kann seit gestern die Uhr lesen. Ich mag die Erinnerung an die DDR-Uhren (denn eine solche war hier noch vor nicht allzu langer Zeit). Nicht so viel anders als so hat es vor 30 Jahren hier ausgesehen.

Foto 30: Der Mauerpark zur Walpurgisnacht am 30.4.

Hier das obligatorische Mauerpark-Foto. So muss es hier sonntags aussehen, ganz besonders zum „Tanz in den Mai“.
Es hat sich was getan seit März (hier das triste Mauerpark-Foto vom 12. März).

Eine Bitte: Weil ich nicht weiß, ob jemals jemand meine Rückblicke liest, bitte kommentiert kurz mit Eurem Namen, wenn Ihr das angeschaut habt – DANKE!!

Folgende Ereignisse prägten den Monat April 2017:
– Monatsfeier (Schulaufführung) der großen Tochter am 1. April mit Frühlingsfest in der warmen Sonne
– Ausflug an den Briesesee und den dortigen Erlenbruch
– Ostern mit Ostereierbasteln, Osterfeuer und Eiersuche
– Die Kinder waren aus verschiedenen Gründen ständig zu Hause statt in Schule/Kindergarten, so dass nur das Allernötigste erledigt werden konnte
– Wir besitzen nun ein Auto und haben eine Garage dafür angemietet (Gelegenheit war günstig).
WIR HABEN EIN LANDHAUS GEFUNDEN!!!!
– Wiedersehen mit einem alten Freund, mit dem ich vor zwanzig Jahren berauschende Briefe gewechselt habe
– neue berufliche Pläne mit alten Freunden deuten sich an
– Tristesse auf dem Berliner Frühlingsfest
– Ostern im Spreewald bei miesem Wetter
– Ich brauche eine Brille!
– Durch ein Kind werde ich an eine bestimmte Zeit und schmerzhafte Gefühle aus der Jugend erinnert
– Ich werde dieses Jahr den Führerschein machen!
– Ich finde endlich einen Anbieter für den Baum, den ich im Garten pflanzen will: einen Kirschbaum, der sich selbst befruchtet

Konsumierte Medien im April 2017 (Auswahl):
– „Das Frühlingsbuch“ – Gedichte und Prosa zur Frühlingszeit
– „Fuck Perfection – gegen den Selbstoptimierungswahn“, von meinem alten Freund Patrick Batarilo geschrieben
– die letzte Staffel von „The good wife“
– die fünfte Staffel von „Homeland“ (die Berlin-Staffel, die ich eher langweilig fand. Und warum muss Quinn über die gesamte Staffel so voyeuristisch zu Tode gequält werden?)

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