12 von 12 im September 2017

Der 12. September 2017 war ein kühler, normaler Spätsommer-Alltag mit Arbeit und Kindern.

Foto 1: Ketten für Wuff

7:00 Uhr: Der Stoffhund der besten Freundin der Tochter („Wuff“) hat heute Geburtstag, also basteln die Mädchen dem Hund erstmal Ketten als Geschenk. Gestern Nachmittag wurden dafür schon Pappschachteln als Verpackung nach dieser Anleitung gefaltet.

Foto 2: Garten verschönern

7:30 Uhr: Kinder und Mann fahren los zu Schule und Arbeit. Seit Tagen will ich diese Blümchen im Garten einpflanzen; jetzt also los.

Foto 3: Aus dunkler Seele

7:45 Uhr: Als ich nach dem Knipsen dieses Foto mit dem etwas zu dunklen Hintergrund auf dem Display der Kamera sehe, schießt mir spontan folgender Satz durch den Kopf: „Eine zarte weiße Blüte steigt aus dunkler Seele empor.“ Als ich über den Satz nachdenke, fällt mir sofort eine total traurige Liebesgeschichte ein, die einen herzzerreißenden Film ergeben würde. Die Handlung: Ein seelisch geschundener, einsam lebender Mann aus dem Berliner Brunnenviertel mit düsterer Vergangenheit lernt eine Blumenhändlerin vietnamesischer Herkunft kennen. Es ist kompliziert und seltsam, bis die beiden eine zerbrechliche Nähe aufbauen. Irgendwann gibt es zarte Berührungen, aber die halbkriminelle Vergangenheit des Mannes wirft ihren Schatten in die Gegenwart und verhindert, was sein könnte. Dennoch steigen Trost, Hoffnung und positive Gefühle wie diese Blume aus der dunklen Seele des Mannes auf. Der Film ist natürlich voller Blumen- und Aufblüh-Metaphern und endet tragisch. Oh mein Gott, der Kitsch geht wieder mit mir durch. Nur eins ist tröstlich: Ich erfinde jeden Tag mehrere solcher Geschichten, da zählt diese eine nicht.

Foto 4: Impromptu Opus 142, Nr. 3

8:00 Uhr: Eine Runde Klavierspielen – das gönne ich mir gelegentlich zum Auftakt des Tages. Der 4. Satz des von mir sehr geliebten o.g. Impromptus von Schubert, das ich seit vielen Jahren immer wieder spiele, passt perfekt zu der tragischen Geschichte mit der zarten weißen Blüte aus der dunklen Seele. Die Musik zum Film habe ich also schon. (Wer mehr wissen will: Hier kann man das Impromptu auf Youtube anhören;  bei 5:06 fängt der 4. Satz an).

Foto 5: Frühstück

8:30 Uhr: Zum Frühstück gibt es für mich heute leckeres Brot mit Knoblauchsalami, beides heute vom demeter-Dorf Brodowin geliefert, und eines mit selbstgekochter Himbeermarmelade, dazu Apfel und Zwetschgen.

Foto 6: Sydney, Moesia und Latte

Ich fahre ins Büro und arbeite eine Runde. Heute u.a. auf dem Programm: WordPress-Themes für unsere Website für das Storytelling-Projekt recherchieren. Hier finde ich schonmal eine gute Auswahl an guten Themes. Die Modelle Sydney, Moesia und Latte nehme ich genauer unter die Lupe.

Foto 7: Körperliches Wohlbefinden

11:30 Uhr: Ich habe einen Termin bei der Physiotherapie.

Foto 8: Aufgepasst

Rückweg von der Physiotherapie mit dem Fahrrad. Uh, der Verkehr. Seitdem ich den Führerschein mache, bin ich auch als Fahrradfahrerin vorsichtiger.

Foto 9: Berliner Krähen

12:30 Uhr Auf dem Weg fällt mir diese temporäre Kunst-Installation an der Gedenkstätte Berliner Mauer auf: „Berliner Krähen“ von Natalia und Maria Petschatnikov. Ich liebe das Areal der Gedenkstätte Berliner Mauer, das zu Recht in den letzten Jahren ein Touristen- und Schulklassen-Magnet geworden ist. Da ist Erinnerungskultur gelungen.
Die Bewohner der Townhouses im Hintergrund haben allerdings Pech gehabt – Tausende von Menschen laufen täglich seit ein paar Jahren an den Häusern vorbei und machen Krach (ständig Führungen, z.T. mit Megaphon und immer wieder der gleiche Text). Als die Häuser gebaut wurden, gab es das Gedenk-Areal noch nicht, und der Menschenstrom war überhaupt nicht voraus zu sehen.

Foto 10: Supersonico

12:35 Uhr: Dieses erfreuliche Café hat vor ein paar Tagen in unserem Kiez eröffnet. Früher war dort ein Obst- und Gemüsegeschäft, dann stand der Raum jahrelang leer. Ich habe den 50er-Jahre-Charme des Ortes immer geliebt. Ich trinke dort heute schnell einen Kaffee und studiere die Abendkarte – kleine leckere Speisen zum guten Preis. Da will ich mal mit dem Mann abends was essen gehen.

Foto 11: Panzanella und Hähnchenschnitzel

13:30 Uhr: Auch wenn in Italien zur Panzanella (wo der italienische Brotsalat eine Vorspeise ist) niemals Hähnchenschnitzel gegessen werden würde, mir schmeckt das Rezept von Marley Spoon super.

Nach einer weiteren Runde Arbeit gehe ich die Kinder abholen.

Foto 12: Schau mich an

16:30 Uhr: Zu Hause sind wir alle müde. Die Kinder puzzeln und malen, und wir kochen einen Pudding für später.

Eine Bitte an alle Leser: Ich weiß nicht, ob jemals jemand mein 12 von 12 liest, deshalb bitte: Kommentiert bitte alle kurz mit Eurem Namen!  Gern dürft Ihr auch mehr schreiben, aber der Name reicht, dann weiß ich wenigstens, ob das jemand liest!

Und bevor ich nun noch ein bisschen Hausarbeit verrichte, bevor der Abendzirkus mit Essen und Zu-Bett-Gehen beginnt, verlinke ich das schnell bei Caro von Draußen nur Kännchen, wo Ihr die „12 von 12“-Fotoreihen vom 12. dieses Monats von anderen Bloggern findet.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Liebe Claretti, danke Dir! Ja, das Supersonic ist echt cool. Ist in der Bernauer Straße, die haben sicher eine Website. Hoffentlich hat die Panzanella geschmeckt!

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