12 von 12: 12 Story-Ideen im April 2018

Spaß mit Ideenfindung: Jeden Monat anlässlich der Blogparade „12 von 12“, bei der Blogger 12 Fotos ihres Tages posten, erfinde ich zu 12 Fotos des Tages jeweils eine fiktionale Geschichte, sei es für einen Film, eine Serie, einen Roman, ein Kinderbuch oder auch einen Comic. Die Fotos, die natürlich aus meinem Tagesablauf stammen, dienen dabei als Inspiration für die Geschichten.

Bittebitte kommentiert: Welche Geschichte gefällt Euch am besten? Was würdet Ihr am ehesten kaufen oder sehen wollen?

Story-Idee 1: „Brot mit Tradition“, Netflix-Serie, 1. Staffel à 12 Folgen

Eine Netflix-Serie (Titel: „Brot mit Tradition“) mit 12 Folgen in der ersten Staffel. Im Zentrum der Serie steht ein Berliner Bäcker-Clan. Die kürzlich verwitwete Matronin entschließt sich zu Beginn der Serie zusammen mit dem 30-jährigen Sohn und Lieblingskind, eine Bäckerei im Stil von „Zeit für Brot“ zu eröffnen, um neue Kundengruppen für „Brot mit Tradition“ ganz nach alter Bäcker-Handwerkskunst zu erschließen.

Hauptfigur der Serie ist Nelly, die Tochter und schwarzes Schaf der Familie, die eigentlich die Idee für das neue Ladenkonzept hatte, aber von der Familie nicht gewürdigt wird. Am Ende der 1. Staffel ist es natürlich Nelly, die durch einen zu Anfang von der Familie verachteten Liebhaber (später: Verlobten) der Firma die notwendige Finanzspritze für die Expansion verschafft. In jeder Folge wird ergänzend zu den Geschehnissen in der Familie eine konfliktreiche Geschichte einer der Mitarbeiter oder Kunden der Bäckerei erzählt, in der Brot, die Zubereitung von Brot oder der Erwerb von Brot in der Bäckerei eine Rolle spielt. DIe ganze Serie ist auch eine Huldigung an das Brot und den Bäckerberuf.

(Das Foto zeigt das Brot, das ich heute morgen für den Kindergarten gebacken habe.)

Story-Idee 2: „Der Rockstar-Dad“, Kinokomödie, 90 min.

Eine Liebeskomödie der klamaukigen Art (Kinofilm; 90 min): Yon, der nicht mehr ganz junge, aber wilde Gitarrist und Leadsänger der aufstrebenden Berliner Rockband „Panker“ (weil rund um die Pankstraße gegründet) ist ungewollt Vater geworden – ein wilder One-Night-Stand, der für ihn keine Bedeutung hatte. Zu allem Überfluss stirbt auch noch die junge Mutter bei einem Unfall. Nun ist er allein für das Baby verantwortlich – und außerdem total verliebt in Julie, die durchorganisierte und ehrgeizige Betreiberin eines kleinen Babymode-Geschäfts in Prenzlauer Berg, in dem Yon aus Not bei einem Gewitter seinem Baby eine Mütze kauft. Bis Yon und Julie (die natürlich auch ein Kind hat) glücklich als chaotische Patchwork-Family völlig klischeefrei zusammen finden, geschehen allerlei lustige, haarsträubende und total romantische Geschichten.

(Das Foto zeigt einen jungen Vater, der mir auf dem Weg zum Einkaufen zufällig entgegenkam).

Story-Idee 3: „Gümüz und Greta“, anspruchsvolles Kinderbuch mit Migrationshintergrund für Kinder ab 10 Jahren, ca. 180 Seiten

Gümüz ist 12 Jahre alt. „Gümüz“ ist Ihr Spitzname, er bedeutet „Silber“. Ihre Lebensumstände sind jedoch alles andere als Silber. Ihre Mutter ist türkischer, ihr Vater bulgarischer Herkunft, und sie wohnt im berüchtigten Berliner Brunnenviertel. Der Vater ist irgendwo zwischen Berlin und Bukarest verschollen; Gümüz wächst in relativ prekären Verhältnissen auf. Die Mutter ist allein erziehend und verdient ein wenig Geld als Angestellte in einer Textilreinigung am Alexanderplatz. Gümüz wurde seit frühester Kindheit oft vor den TV gesetzt und hat, weil ihre Mutter meinte, sie solle besser Musik als Gewalt sehen, in ihrem Leben Tausende türkische und internationale Musik-Videos gesehen. Es gibt auch den türkischen Clan, der weiß, wo es mit der bildhübschen Gümüz hingehen soll: schnellstmöglich in die Ehe. Gümüz aber hat eine Leidenschaft: Karaoke-Singen. Seit ihrer frühen Kindheit singt sie türkische Songs mit, kann auch erstaunlich gut dazu tanzen und hat eine sehr schöne Stimme. Bei einer Karaoke-Veranstaltung für Jugendliche im Stadtteilzentrum lernt Gümüz Greta kennen. Greta wird zu dem Event von ihren bürgerlich-alternativen Eltern begleitet. Greta ist 13 Jahre alt und gut behütet aufgewachsen, erhält Gesangsunterricht und kommt aus dem wohlhabenden Nachbarkiez in Prenzlauer Berg herüber in den „gefährlichen Wedding“, wie ihr Vater (ein freier Journalist und Blogger) ironisch sagt. Durch die gemeinsame Leidenschaft für Karaoke entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden ungleichen Mädchen, die mehr und mehr die kulturellen, sozialen und weltanschaulichen Unterschiede der beiden Mädchen überwindet. Natürlich erzählt das Buch die Geschichte fernab von Klischees, realistisch und einfühlsam. 😉

(Das Foto zeigt einen Ausschnitt vom Schulhof der Heinrich-Seidel-Grundschule in Berlin-Gesundbrunnen. Dies ist eine der Schulen in Berlin-Mitte, die zu 90% von Kindern mit arabischem oder türkischem Hintergrund besucht werden – mit allen Problemen und Herausforderungen, die das mit sich bringt. Die Schule liegt bei uns um die Ecke und ich habe das Bild durch den Zaun hindurch gemacht, weil die Kinder gerade so schön herumgerannt sind. Zur Gümüz habe ich das 4. Kind von links mit dem Pferdeschwanz erklärt, das ein pinkes Oberteil trägt und mit dem Rücken zu uns steht.)

Story-Idee 4: „Gandalf gets the blues“, melancholischer Indie-Film im Berliner Stil (110 min)

Frau Krüger, deren Wurzeln in Polen liegen, was sie aber zu verdrängen sucht, lebt allein in einem sozial schwachen Stadtteil in Erfurt. Sie ist leicht depressiv. Ihr Mann ist bereits gestorben, ihr dicker Kater Gandalf ist ihr bester Freund und Tröster. Ansonsten hat Frau Krüger kaum mehr Bekannte, sie hat eigentlich mit dem Leben abgeschlossen. Eines Tages ist Kater Gandalf verschwunden und Frau Krüger macht sich auf die Suche. Mit dem Einkaufswägelchen sucht sie zunächst die Umgebung ab und gerät durch Hinweise immer weiter – bis sie in einer Road-Movie-ähnlichen Geschichte von Erfurt bis nach Stettin (Sczcecin) in Polen gelangt. Auf ihrer Reise macht sie diverse skurrile Bekanntschaften und begegnet schließlich sich selbst auf eine Weise, die sie nicht mehr für möglich gehalten hätte. Mit wunderschöner traditioneller polnischer Volksmusik, wenigen Dialogen und atemberaubenden realistischen Bildern von Landschaften und Menschen.

(Das Foto zeigt eine Passantin vor der Heinrich-Seidel-Grundschule, die sich auf das Mäuerchen gesetzt hat, um auf den Bus zu warten – auch auf dem Weg zum Einkaufen fotografiert).

Story-Idee 5: „Der Balkon“ oder „The Sober“, Kurzfilm à 5-10 Minuten, absurde Komödie

Der Film verbindet die Porträts der Parteien, die in den Wohnungen/Balkonen über dem holzgestützten Balkon wohnen. Dass der unterste Balkon eines Tages diese seltsame Stütze aus Holz erhält, setzt eine skurrile Kettenreaktion in Gang, die das Leben aller Parteien auf absurde Weise oder ziemlich schräg verändert. Natürlich sind das alles ganz unterschiedliche Menschen, die dort wohnen, mit ganz unterschiedlichen Wohnstilen, Leben und Problemen. Zusammen auch ein liebevolles Porträt eines Berliner Wohnhauses und ein Plädoyer für die kulturelle Vielfalt. Zum Schmunzeln, Überrascht-Werden und Wundern.

(Auch auf dem Weg zum Einkaufen gefunden.)

Story-Idee 6: „Mirabell – von der Knospe zur Frucht“, allegorischer Kurz-Animationsfilm, 3 min.

Der animierte Kurzfilm zeigt die Entwicklung einer Mirabelle von der Blütenknospe zur Frucht, bis die Frucht herunterfällt und auf dem Erdboden vergammelt. Der Film ist als Allegorie auf das Leben und Sterben gedacht und versinnbildlicht auch das Werden und Vergehen in der Natur. Dementsprechend ist der Stil eine illustrative, leicht abstrahierende Animationstechnik, deren Grundlage ein Realfilm ist. Durch Video-Filter und aufwändige Einzelbild-Bearbeitung entsteht so ein allegorisches Kurz-Kunstwerk.

(Das Foto zeigt unseren jungen Mirabellenbaum im Berliner Gärtchen in Blüte).

Story-Idee 7: „Fattoush mit Blaubeeren“, Fusion-Kochbuch. 30 Alltagsrezepte und Geschichten bi-kultureller Paare

Das Kochbuch erzählt die persönlichen Geschichten von 30 Berliner Paaren, die aus unterschiedlichen Kulturen stammen, und enthält jeweils ein dazu passendes Rezept, das die beiden gern kochen und/oder essen. Beispiel: ein syrisch-deutsches Paar, Oliver ist deutscher, Nadia syrischer Herkunft. Das Rezept hier ist Fattoush mit Früchten. Fattoush ist ein typisch syrischer Salat, traditionell aus Petersilie, Minze, Salat, Tomaten, Gurken und Zwiebeln. Oliver hat in Nadias Abwesenheit einmal aus Mangel an Tomaten und Gurken einen Fattoush spontan mit Äpfeln, Blaubeeren und Avocado zubereitet. Nadia war erst sauer, weil Fattoush ihr heilig ist und da doch eigentlich keine Äpfel, Blaubeeren und Avocado reingehören… Aber dann hat es auch ihr auch total gut geschmeckt und seitdem machen sie sich den Salat oft auf diese Weise…

(Das Foto zeigt meinen heutigen Mittags-Fattoush, den ich mir tatsächlich mit Äpfeln, Avocado, Zucchini und Blaubeeren gemacht habe, weil ich keine Tomaten und Gurken hatte. Hat sehr gut geschmeckt, ja sogar hervorragend!)

Story-Idee 8: „Das Geburtstagsgeschenk“, Roman/Familiendrama, 350 Seiten.

Henriette ist die älteste von vier Geschwistern, die im Grundschulalter (und jünger) ihre Mutter verloren haben. Und das am Geburtstag der Mutter. Wie genau es zu dem Unfall kam, der den Tod der Mutter verursachte, darüber gibt es in der Familie verschiedenen Meinungen. Henriette hat ihre ganz eigenen Erinnerungen. Das Familiendrama entrollt sich in Rückblicken aus der Perspektive unterschiedlicher Familienmitglieder, die den Hergang des Unfalls und die Schuldfrage immer wieder neu stellen. Im Zentrum des Geschehens vor vielen Jahren stand ein Geburtstagsgeschenk für die Mutter, das vor der Haustür lag und das die Mutter nie bekommen hat. Zum Schluss muss der Leser sich die Frage stellen, ob es Henriette war, die den Tod der Mutter verursacht hat.

(Das Foto zeigt eine Pralinenschachtel und Karte für eine unserer Kindergartenerzieherinnen, die hier schon seit Tagen rumliegt und die wir immer vergessen, in den Kindergarten mitzunehmen.)

Story-Idee 9: „In die Tüte“, Kurzfilm, 25 Minuten

Eine Papiertüte, eine Perlenkette und eine Krähe spielen die zentrale Rolle in diesem Kurzfilm. Protagonistin ist Vicky Theseler, 40 Jahre, Steuerberaterin und Mutter zweier Kinder im Alter von 3 und 8. Die 3-jährige Tochter steckt im Spiel die Lieblings-Perlenkette von Vicky in eine Papiertüte, packt Erdnüsse und Apfelstücke dazu und stellt die Tüte auf den Gartentisch. Da kommt eine große Krähe und nimmt die Tüte im Schnabel mit. — Bis die Perlenkette zufällig wieder bei Vicky landet, geschehen mit Tüte, Krähe und Kette einige skurrile Dinge. Wenn Vicky wüsste, was wir Zuschauer wissen 😉

(Tatsächlich habe ich heute eine riesige Krähe beobachtet, die sich gerade mit dem Schnabel an diese Papiertüte heranmachen wollte, die seit gestern mit Erdnussschalen gefüllt auf unserem Gartentisch steht. Die Krähe hielt die Tüte wohl für eine MacDonalds-Tüte…)

Story-Idee 10: „Chicken Buzz“, Familien-Animationsfilm, 85 min.

Unterhaltsamer, hintergründiger Familienfilm mit viel spaßiger Action, der auf einer Hühnerfarm mit Massenbetrieb spielt. Die Hühner wollen für sich bessere Bedingungen erkämpfen und setzen dafür alle Hebel in Bewegung.

(Das Foto zeigt eine der neuen „Eateries“ am Rosenthaler Platz, an der ich auf dem Weg zum Kindergarten der Tochter vorbeikam. Ich fand, der Name des Lokals gäbe einen schönen Filmtitel ab.)

Story-Idee 11: „So geht Spanisch“, Comic-Buch für Erwachsene, 60 Seiten

„So geht Spanisch“ erzählt mit hintergründigen Bildern und trockenem Humor von den Versuchen einer jungen deutschen Austausch-Studentin in Barcelona, die versucht, sich so „spanisch“ wie möglich zu verhalten – und nach und nach lernt, Klischees sowie spanische und katalanische Eigenheiten zu unterscheiden. Nebenbei erfährt der Leser viel über die spanische und katalanische Alltagskultur.

(Das Plakat fiel mir auf dem Rückweg vom Abholen der Tochter vom Kindergarten an der Mulackstraße auf.)

Story-Idee 12: „Die Agentur“, Vorabend-Serie

Die Serie handelt von einer Gruppe „young professionals“ in Berlin-Mitte, die in einer Trendforschungs-Agentur arbeiten. Intrigen, Liebesromanzen und Geschichten um Kunden und Forschungsaufträge, dazu das hippe Leben um den Rosenthaler Platz. „Mad Men“ auf deutsch, nur leider sehr viel schlechter 🙂 Das Foto zeigt den genialischen, aber etwas selbstverliebten Chef-Kundenberater mit der neuen Praktikantin, die natürlich total verliebt in ihn ist.

Das Foto habe ich auf meinem Weg zur Kita gemacht; das Wetter war herrlich und alle aßen Eis.

Über einen Kommentar, welche Idee am besten gefallen hat, würde ich mich sehr freuen!!

Weitere 12 von 12s findet man bei Caro von Draußen nur Kännchen.

 

 

 

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