Interaktion auslösen – wie kann man das mit Storytelling in sozialen Medien schaffen?

Jeder, der für eine Marke, ein Produkt, eine Organisation, eine Dienstleistung oder für seine eigene Person in den sozialen Medien unterwegs ist, muss sich tagtäglich und auch strategisch überlegen, was er/sie denn eigentlich so postet. Eins ist dabei aber unumstößlich: Je mehr Interaktion ein Beitrag hervorruft (Likes, Shares usw.), desto häufiger wird er ausgespielt. Nur dadurch entstehen die meist erhofften viralen Effekte.

Ich mache mir heute Gedanken darüber, ob es ein Rezept gibt, wie man mit Storytelling organisch Interaktion hervorrufen kann.  Weiterlesen

30 Bilder vom Juni 2017 (Persönliche Foto-Rückschau des Monats)

Der Monat Juni war wettertechnisch durchwachsen. Es gab ein paar wenige warme Tage, aber gegen Ende des Monats wurden wir von einer gewaltigen Flut heimgesucht. An einem Tag fiel die größte Regenmenge, die je in Berlin gemessen wurde. Anfang Juni war ich bei einem Puppen-Seminar in Brandenburg, mit der Familie in Stuttgart bei meiner Mutter und zwei Mal in unserem Landhaus. Ich habe Projekte weiter getrieben, mich intensiv mit Storytelling-Strategien beschäftigt und eine Sache angefangen, die mich ein Stückchen auf einen falschen Weg geführt hat. Aber es ist mir gelungen, wieder zurückzuschwimmen und meine Grenzen zu wahren.

Hier meine 30 Bilder vom Juni 2017:
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31 Bilder vom März 2017

Weil mir das Projekt „12 von 12“ so gut gefällt, erstelle ich ab heute zu jedem Monatsende eine persönliche Foto-Rückschau des Monats. Ich fotografiere ja viel, manchmal auch Skurriles, Seltsames, Eigentümliches. Ich erhoffe mir von diesem Format, dass so ein Eindruck von meinem Blick auf die Welt entsteht, der im 12 von 12-Format aufgrund der Beschränkung auf einen Tag/Tagesablauf nicht möglich ist. Ich gehe jeden Tag mit offenen Augen durch die Welt, nicht nur am 12. des Monats. Weiterlesen

Identität in der Kommunikation

Für meinen Roman interessiert mich der kommunikative Begriff von Identität. Wie kann’s auch anders sein, ich bin Kommunikationswissenschaftlerin.

Was also ist Identität in der Kommunikation?
Für meine Zwecke eignet sich hervorragend der Identitätsbegriff von Lothar Krappmann. Er beschreibt Identität als etwas, das erst durch den Gebrauch von Sprache entsteht. Erst in kommunikativen, sprachlichen Zusammenhängen bildet der Mensch temporär eine Identität aus. In unterschiedlichen kommunikativen Zusammenhängen entstehen auch bei einem Menschen unterschiedliche Identitäten. So können sich in einem Menschen, der sich in unterschiedlichen kommunikativen Kontexten bewegt, auch unterschiedliche Identitäten überlagern (meine Folgerung).

„Geht man von einer gelungenen Identitätsbildung aus, so ordnet das Individuum die gemachten Erfahrungen mit diversen Gesprächspartnern zu einer möglichst konsistenten Biographie, die ihm so beständigere Handlungsorientierungen schafft. Es entwickelt sich eine Identität, die sich von derjenigen anderer Menschen unterscheidet. Die Ausbildung einer individuellen Identität ist folglich das Ergebnis vieler Interaktionsprozesse, die miteinander verknüpft wurden und so ein beständigeres Bild von Identität vermitteln als die unabhängig nebeneinander stehenden einzelnen Ereignisse der Kommunikation.“ (Quelle: Wikipedia)

Danke, Lothar Krappmann, das ist genau, was ich brauchte!

 

Danke, Wolfgang, für „Tschick“. Verspäteter Abschied.

Ich habe gestern „Tschick“ zu Ende gelesen. Das Buch lag seit Jahren im Regal, aber immer war zuerst andere Lektüre dran. Wie dumm von mir. „Tschick“ ist seit DBC Pierres „Jesus von Texas“ eins der berührendsten Bücher, die ich gelesen habe. Voller Wärme und dabei so wahr und absurd, wie das Leben sein kann. Wie Brandenburg ist. Du bist leider nicht mehr unter uns, ich kann mich aber noch an das letzte Gespräch erinnern, das wir im nbi geführt haben. Da war „Tschick“ schon raus. Es war eine völlig verrückte Konversation über Hochstapler. Ich hatte ein Bier zu viel getrunken und erzählte Dir ausschweifend von meiner Reise unter falscher Identität nach Budapest. Du dagegen breitetest abgefahrene Theorien über Hochstapelei aus. Du hast irgendeine griechische Sage erwähnt, die in Deinen Augen eine Hochstapler-Geschichte ist. Wenn ich nur wüsste, welche das war, das würde mir gerade in diesen Tagen weiterhelfen. Und nun kann ich Dich nicht mehr fragen.

Seitdem ich erst jetzt Dein berühmtestes Buch gelesen habe, bin noch viel trauriger, dass es nie etwas Neues von Dir zu lesen geben wird. Genau so traurig wie bei Salinger. Danke für Dein großartiges Werk, Wolfgang, und ruhe in Frieden.

Transmedia Storytelling: Was ist das eigentlich?

Wer meine Website besucht und sich fragt: „Was ist eigentlich Transmedia Storytelling“?, der kann sich als erste Info diese knappe Einführung anschauen. Robert Pratten, einer der europäischen Transmedia-Frontmänner, erklärt seine Sicht auf Transmedia Storytelling, die ich im Großen und Ganzen teile. Ich würde Transmedia noch schärfer von Crossmedia abgrenzen. Aber das ist letztlich pillepalle; die Realität zeigt uns wie immer, dass das theoretische Einordnen und Abgrenzen von ihr selbst eingeholt und überschrieben wird.

(Die ersten 6 Teile der Reihe „Storytelling“ kenne ich nicht, ich nehme aber an, dass sie eher oberflächlich sind.)